Brennende Finger

Mit offenen Augen seh ich dich
unbedarft vor mir liegen, in
untergehender Sonne Lichter.

Mit brennenden Fingern will ich
Erkunden was mir so lang so Fremd
im Land des sehnenden Schmerzes.

Mit Bissen will ich erklären, was Mein.
Mit Worten will ich umschmeicheln,
Was ich Seh, damit du Glaubst.

Glauben ist das, was mir dieser Tage
abgeht, wie anderen Wasser und Brot.

Träumst du noch davon?
Ich kann es nur noch Malen.

Sehnsucht flüsternd

Gerad eben noch hör ich dich, die Färbung der Töne,
sauge ich auf wie ein Schwamm, was ich glaube, zu spüren
und male binnen Augenblicken ein Bild, das mir überraschend Bunt erscheint.

Sehnsucht

Unbedacht Detailiert meine Beobachtungen, kurze, heftige Regungen
in meiner Brust bebt ein kurzes Gefühl von Sehnsucht, füllend
die Ränder des Blickfelds mit Erkenntnis, die unerwartet.

Wollen

Tagträumend, völlig aus dem Rahmen fallend bin ich,
und habe Bilder vor mir, die ich weder erkenne, noch gemalt habe.

Und doch zeichnen sich Szenen, die ich mir gewünscht, die ich sehne
so sehr gewünscht, so detailiert gemalt, das ich kaum imstande, sie zu beschreiben.

Wollen

Ich will dich, sagt mein Geist, stumm verbleiben meine Lippen,
und Ruhig verbleibt mein Leib, einfach nehmend das, was du bietest.

Still, beinahe Ruhig ist alles in mir, während ich dies Denke,
weil ich weder trachte, noch ändern kann, was gerade ist.

Süße Gier

mit bloßen Worten versucht zu beschreiben, was dieser Text soll
Komprimiert ist das geballte Gefühl von Gier, Süß wie Honig
zäh nur fließend über den Tag, den Sonnenuntergang entgegen
um zu Hüpfen und zu Tanzen, was nur im Kopf und auf der Haut geschieht

ein Walzer auf dem Oberarm, eine Pirouette auf dem Unterbauch, Spuren
die unter die Haut gehen, Perspektiven die Wechseln, von Diskret
zu viel zu Nah, jedes Härchen betrachtend, das sich in sehniger Spannung hebt

Wissbegierig über die Augen, Redselig über die Lippen, Raffgierig über die Haut
deren Wärme aller Sonne trotzt die von kaltem Wind gestört, völlig ungestört
vom Rest der Welt, die verschmilzt nur zu einem Fluss an Farben und Tönen

begleitet von den Phrasen die unterwandern das Haar, das gekämmt durch Hände rinnt
auffangen das Schaudern des Leibs der, plötzlich ohne Kontrolle nur noch Will
Wollend dem Blick entgegnen der Schelmisch nur Grient, und den ganzen Tag aufwiegt

Schattenworte

Worte, die nicht gesprochen werden können
weil Sie keine Existenzberechtigung haben
und doch im Kopfe schwirren

Tadel sind da, und auch Schelte, voller Reibung
Streng, Trotzig und Kratzend im Hals
Rumoren Sie im Bauch und stampfen

Sachte, leis geflüstert Worte die wünschen
wie Prosa zu sein, passend, Perfekt
Sätze von Schwäche und Gefühl

Reihen und Reiben Sie sich in den Schatten
meines Gartens, der aus Glas nur besteht
den jeden Tag erneut ich betracht

Körperraum

Ein Raum, warm wie die Körper, die darin
versinken in Laken, die unberührt gelegen
so lange Zeit, da niemand mehr Nah

stilles Lächeln, beredtes Sehen, beginnend fühlen
Schweigende Neugier, obschon Wissend genutzt
der Raum, der zwischen den Leibern

wird Wärmer, erhitzt von Erwartung
Sehnsüchtig fahriger Erkundungen, Ungeduldiger
Lippen Bekenntnisse, Überwältigte Atemzüge

zwischen den Momenten, die Ewig werden, wie Honig
der Geschmack der Worte, die unausgesprochen in der Luft
Reifen wie die Früchte, die die Zeit getragen hat

Demut

Einem Brunnen gleich, der Trocken gelegen
ohne Fluss, der zu Versorgen ihn fließt,
steht das Gemäuer, bröckelnd nur in der Zeit

Golden Haar wie Weizenfelder, Himmelblau
die Augen, so Kalt wie Eis blickend
die Brust mir Schnüren wie das Korsett

das angelegt mir durch Bindend Hände
die Bewegungen fesselnd den Körper
dabei den Geist befreiend im Moment

Vergebungsloser Situation wünsch ich mich
vom Körper nur dominiert der nicht der meine
mein Blick starr gerichtet auf dass, was

Mir aufgetragen ist das Gesetz meines Seins
die Wissbegier nur Schwer zu Kontrollieren,
das Sehnen brennt neben den Fesseln die ich erträum

Träum ich vom Privileg, Privilegiert zu sein
während jene Hände mich geleiten in die Tiefen
die mich erwarten, so Konsequent wie nie zuvor