Zwielichtdenken

Festen Standes bin ich, der Blick starr
Geradeaus gerichtet ist mein Gang als
im Augenwinkel die Welt sich regt.

Geschehnisse die mich nicht berühren
nicht an mir Rühren sollten
entfalten sich einer Karte gleich
die so leicht zu Lesen wie eine Karte.

Bilder sind dort, von denen ich Träum‘.
Gedanken sind da, die ich mit Müh
nur ausgesprochen, Perlen
auf einer allzu fragilen Schnur.

So beobacht ich, wieder und wieder
Wieder nur das Sehen und Hören
kein Fühlen in gekühlter Nacht.

Darum bleiben Worte nur, die so leicht
Mir fallen wie Samen von Unkraut.

Gedankenblase

Schwimmend in einer Blase aus trägen Gedanken,
unscharfen Bildern, wilden Träumen, hänge ich
im Raum, der sachte gedämmtes Licht auf mich wirft.

So schwebe ich durch diese Tage, verunsichert zwar,
gleichzeitig doch gelassen in den Untergang der Sonne
blickend, ohne Angst vor der Nacht, den schrecken Schatten.

Ungeduldig bin ich, werd ich Unachtsam, fürchte, zu Stolpern
auf diesem Weg, den ich beschreit‘, ohne das Ende zu sehen!

Und obschon voll ruhigem Mut, wage ich, einen Schritt
nach dem andern, in der Blase zuerst, um zu sehen, Wie es Wird.