Verlust

Ohnmächtig geballter Fäuste steh ich
in der Düsternis und fühle wie alles
Langsam, fühlbar mir entgleitet.

Umfangen von lang gemissten Schwingen
schlumm’re ich wieder im Schatten
unfähig zu zeigen mein Gesicht.

Milde Lächelnd Heuchle ich Wohl,
dass alles Gut, was ich bin und in mir
ist doch nur Verachtung und Zweifel.

Unruhig also streift das Biest
mit gefletschten Reißern im Käfig
und plötzlich weiß ich nicht mehr
Wohin mit dem frischen Wissen.

Schattenbezug

Im gleißenden Sonnenuntergang wandelnd
Hüll ich mich in Schattenkleider
um zu Verstecken die blutig Gemälde
die unablässig Heute gemalt.

Ruhig, stoisch Verhalten, beinahe
Auffällig die Stille, die gezeigt, was im Innern
Fehlt nur die Ruhe, nach der ich so Sehn.

Bald doch, bald kann ich wieder
Mich einweben, nachgeben dem Durst
der betäubt, der Stille macht, was gerade tobt.

Behängt mit seidig Schatten dann,
Was gerade Schaukelt im Meer des Gemüts
das kleine, hässliche feixende Biest.