Ein einziges mal noch

Ein einziges mal noch will ich
dich spüren, dich berühren
alles fühlen, was es da zu finden gibt.

jede Grube deiner Haut, jede Pore will ich
ein einziges mal noch sehen
wie du mit mir sprichst und mich siehst.

jeden Ton deiner Stimme, jede Nuance
möchte ich hören, jedes Gefühl
ein einziges mal noch lauschen.

in diesem Moment, den zu schätzen
ich dann weiß, bewahr Ihn in den Worten
die ich mir ein einziges mal noch aufspar‘.

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Berühren

Berühren will ich, einer Fingerspitze
gleich die Oberfläche dieses Teichs.

Wie Milchglas nur kann ich sehen,
Was darunter, umso Neugieriger
ist mein Denken, das forscht.

Ohnmächtig jedoch bin ich, die Glieder
meiner Finger gefroren ohne Kälte
Versuche ich etwas zu sein, das ist.

Mehr nur als hohle Phrasen, mehr
als nur Hände die flüchtig sich befassen
mit den Schultern die so gern ich umfangen.

Stagnation

Gebundenes Kalkül im sanften Wind
eines abweisenden Tages, erwacht
ohne wärmendes Licht, Allein.

Kurz und Knapp die Worte, beinahe
Widerstrebend die Berührung des andern
in Ketten ist die Bewegung nur eingeschränkt.

So grüble ich, Finster über all die Wege
die Verschlossen sind, gesäumt von Dornen
an denen nichts liebliches Haftet.

Immer nur Irrungen, Schmerzen und Stille.

Körperraum

Ein Raum, warm wie die Körper, die darin
versinken in Laken, die unberührt gelegen
so lange Zeit, da niemand mehr Nah

stilles Lächeln, beredtes Sehen, beginnend fühlen
Schweigende Neugier, obschon Wissend genutzt
der Raum, der zwischen den Leibern

wird Wärmer, erhitzt von Erwartung
Sehnsüchtig fahriger Erkundungen, Ungeduldiger
Lippen Bekenntnisse, Überwältigte Atemzüge

zwischen den Momenten, die Ewig werden, wie Honig
der Geschmack der Worte, die unausgesprochen in der Luft
Reifen wie die Früchte, die die Zeit getragen hat