Oberfläche

Sacht nur streife ich die Oberfläche
und fühle mich von Ihr angezogen.
So viele Merkmale, Punkte die
Markant, Bekannt erscheinen.

Greife Tiefer, hoffe auf Substanz
und finde Leere vor, Düsternis.
Ohnmächtig, auch nur zu Planen
ob eines nächsten Schrittes erstarrt.

Will abschütteln Was nun in der Brust
die nun in Sturm und Beben.
Glaub ich doch zu Wissen, Was mir steht.
Zu erkennen das ungebühr, Was ich tracht.

Gedankenfäden

Ein schwarzes Loch im Kopf hänge ich an Fäden,
gespeist von den Gedanken, die mich Quälen
mit Katzblanker Klinge mich bedrohend.

Bin gefesselt von Bildern sachten Blutes
mit verzerrtem Gesicht aufgrund des gefühlten.

Puppetz

So quälend das Empfinden gegenüber meiner Tage
so ungewiss die Zukunft, erfüllt von Angst
zu Versagen, Ultimativ die Prognose.

Und die Gedanken an das Ende werden verführerisch
wie eh und je das Atelier der Verurteilung.

Leerentumult

Völlig Leer, mit entrücktem Blick Sitz ich.
Rechts oder Links?
Nicht Wissend Vor oder Zurück.
Mit Schaum oder Ohne?
Als der Blick sich nach Innen richtet,
Das wird aber Brennen.
und das Gesicht sich verzerrt.
Sei’s drum, genug Gedanken verschwendet.
Trügerische Ruhe im Innern,
Wie lang, das es Schmerzt und Heilt?
Ignorierend der Konsequenzen.
Fort nur, fort vom Fühlen,
Angst und Hass sind krasse Katalysatoren.
in die Entspannung des Bads.

Freundschaft

Obschon ich mich sehe als Mensch der nicht in der Lage
mit Menschen umzugehen, sich unsicher fühlt gegenüber
fremden Gesichtern blicken, Sie dennoch beobachtend

hab ich einige wenige Augen auf mich gerichtet, unter
deren Urteil ich mich dennoch, obwhl unbekannt,
Wohl fühle, als Person, Existenz mit all Ihren Makeln

I need a friend

Ist diese Verbindung doch etwas, das ich eh vermisst,
nie gekannt, und doch vermeine, zu genießen
Blicke, die nicht Urteilen, Worte, die nicht Verletzen,

Menschen, die nicht Unwohl, deren Nähe nicht Verletzend,
deren Gedanken nicht gar zu Offen zu erkennen,
Gesichter, die zu Lesen nicht all zu notwendig.

Sehnsucht flüsternd

Gerad eben noch hör ich dich, die Färbung der Töne,
sauge ich auf wie ein Schwamm, was ich glaube, zu spüren
und male binnen Augenblicken ein Bild, das mir überraschend Bunt erscheint.

Sehnsucht

Unbedacht Detailiert meine Beobachtungen, kurze, heftige Regungen
in meiner Brust bebt ein kurzes Gefühl von Sehnsucht, füllend
die Ränder des Blickfelds mit Erkenntnis, die unerwartet.

Wollen

Tagträumend, völlig aus dem Rahmen fallend bin ich,
und habe Bilder vor mir, die ich weder erkenne, noch gemalt habe.

Und doch zeichnen sich Szenen, die ich mir gewünscht, die ich sehne
so sehr gewünscht, so detailiert gemalt, das ich kaum imstande, sie zu beschreiben.

Wollen

Ich will dich, sagt mein Geist, stumm verbleiben meine Lippen,
und Ruhig verbleibt mein Leib, einfach nehmend das, was du bietest.

Still, beinahe Ruhig ist alles in mir, während ich dies Denke,
weil ich weder trachte, noch ändern kann, was gerade ist.

Venlafaxin II | Fadenscheinig

So gehe ich in den neuegeborenen Tag, ausgeglichenen Geistes
und die Farben die ich sehe, sind Schwächer als sonst
weder Grell strahlend noch dunkel verblasst.

Und so stelle ich fest, das jedwede Empfindung im
Teich aus Watte abgefedert, mich nicht so sehr berührt
als das Sie Wellen schlüge, in diesem Meer aus Emotion.

Fadenscheinig

Wie Fäden ziehen die Ereignisse, die immer wieder
anstoßen mich, zum Straucheln bringen, zum Stolpern
aus meinem Geist, die mich meist in Schleifen dann fingen.

Doch nun verlieren sich die Fäden, die mich so halten
schon nach kurzer Zeit im Nichts, sodass Segen
und Fluch zugleich er ist, der Nebel, der mich wiegt.