Abscheu

Die Fassade bröckelt, der Putz fällt von der Decke
und voller Abscheu betracht ich, was um mich herum.

Das, was stetig so Bunt ich mir malen muss, versinkt
im Teer von subjektiv-objektiver Sicht der Dinge,
die jederzeit mir Vorhalten, wie ein Spiegel.

Ohne Reflektion sieht man nichts, und nur so
ist das Gewicht erträglich, das droht zu zerbrechen.

So ringe ich mit meinem Monster, das nach Blut lechzend
an seinen Ketten zerrt, geballte Fäuste gegen die marode
Tapete, mit der ich Verzweifelt die Kammer kleide.

Schnell, Schnell, nur abgelenkt vom Gedanken,
der zerquetscht mir das Hirn, um zu beruhigen die See.

Fort von den Bildern, in denen ich ertrinke in Verachtung
mir selbst gegenüber, der Sinnlosigkeit der Existenz
und allem, was mir so unerreichbar erscheint.

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