Farbenwinde

Ich steh auf der Lichtung, und bin umringt von einem Orkan.
Aller Lichter Farben wirbeln um mich herum, kreuzend und scheidend.
Das Blau des Himmels in den Augen, das Braun der Erde unter meinen nackten Füßen.

Flieht das Rot der Wut mir aus den geöffneten Händen, fließt das Blau mir aus den Augen
wie das Schwarz aus meinem Mund mir entrinnt, verfinsternd den Tag, verderbend
das Grün des Grases, das vom leuchtend Orange der Sonne so liebevoll genährt.

Bedächtig rühre ich im Grau meiner Vergangenheit, auf der Suche nach dem Farbton
der einst so selbstverständlich meine Staffeleien begleitet hat:
War es Rot? Blau? Grün? Vielleicht auch Orange? Lila? Vielleicht Golden der Rahmen.

Doch nun nur noch die Rahmen verstaubt, betrachte ich meine Bilder mit Ohnmacht,
verlassen aller Farben und nur noch hier und da mit einem Pinselstrich der Versuch,
die Farbe zu halten, zu erhalten was mich Malen ließ um zu Beschreiben was ich nicht sag‘.

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