Leerer Brief #6

Ein Leerer Brief. Eine Reflektion.

Eigentlich sollte ich dich Hassen. Oder – wenigstens nicht mögen. Nicht dich selbst, aber das, was du tust. Oder einen Teil deiner Persönlichkeit. Den anderen Teil könnte ich ja doch nicht verdammen.

Deine Ignoranz mir gegenüber. Diese Nebensächlichkeit, mit der du mich behandelst, die mich manchmal sogar Sauer macht. Richtig Wütend.
Du sagtest, und ich tendiere, das noch zu glauben, das ich dir Wichtig sei. Der Beste. Sowohl für deine Reflektion als auch als Platonischer Freund. Und ich stimme zu, das mich die Gespräche mit dir erfüllen, aber auch muss ich glauben, das ich dieser Aussage zuviel Wert beimesse.

Wie sonst sollte ich etwas derartiges Verstehen? Jeder hat sein Leben, das ist richtig und so soll es sein. Aber wenn ich nach Kontakt zu jemandem Strebe, dann Informiere ich doch. Kommuniziere.
Dann gebe ich Bescheid, wenn etwas Vorfällt, wie Trivial es auch ist. Rede, werfe hier und da etwas ein.

Du tust das nicht. Und ich weiß nicht, ob ich das Verurteilen müsste, oder nicht. Jedem das seine, und jeder seinen Weg, aber sollte eine Freundschaft nicht anders aussehen? Ich kann Freundschaft nicht definieren, dieses Wort nicht greifen, seine Bedeutung weder Messen noch habe ich sie je Verstanden.
Aber ich glaube daran, das es mehr sein sollte, als die Beschäftigung bei Langeweile, oder die Suche nach Rat, wenn es sonst nichts anderes mehr gibt.

Und ich bin ein Schlechtes Beispiel für einen Freund. Meine Prioritäten tänzeln nicht, Sie brechen in pures Chaos aus, sobald es zu Entscheidungen kommt, wer nun welchen Wert hat und wieviel Aufmerksamkeit benötigt. So etwas führt bei mir zu Stagnation. Und so festgefahren ich auch sein mag, ändert das nichts, an meinen Bedürfnissen zu Kontakten. Und davon möglichst viele.

Vielleicht verstehe ich diese ganze Sache auch Falsch. Messe mir selbst zuviel Wert bei und bin tatsächlich nur eine flüchtige Bekanntschaft, obwohl ich noch so viele deiner Worte im Gedächtnis habe, die anderes behaupteten.

Und, obwohl ich mir nun einen Spiegel vorhalte, erkenne ich nichts, was mich weiter brächte.
Darum ist das hier ein weiterer Leerer Brief.

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