Splitterstein

Zuletzt erst sah ich dich wieder an
und musste spüren, das da kaum noch Fläche ist
abgestumpft nur noch, Glatte, Schmeichelnde Kanten

ist der Diamant’ne Stein, der du einst warst, abgestumpft
ein Splitter nur noch des Funkelns, in das einst ich fast besessen
hab Blicken wollen, mich selbst Verzehrt voller Wehklag‘

Farblos all die Bilder, die einmal geteilt, bett ich Sie zur Ruh
wie selbst die Wilden Rosen, die ich gewagt mir zu Zeichnen
steh ich, angelehnt am Baum und hör die Schatten wieder Flüstern

von alten Geschichten, Grauen Begleitern, Altgebrachten Weisen und
neuen Argumenten, die beinah schon Traurig sind, Verzweifelt
doch der Baum, so scheint, hat seine Blätter eingebüßt – nur noch alte Wurzeln

Sehn ich mich, Fackeln aufzustellen, nur um die Facetten zu erhalten
die der jetzige Splitterstein einst warf an alle Wände, die so Fern gewesen
wie die Zukunft, die einst erträumt Gewachsen mit dem Baum

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