Appettit und Hunger

Von Deprivation getrieben bin ich zur Hälfte Taub, im Leibe Still
beraubt von Gerüchen, entzogen jedweder Berührung Hungere ich
nach all dem, was mir geblieben, in allen nur erdenklichen Facetten

von Bildern, kleinen Details, die mir auffallen mögen in Ihrer Beifälligkeit
von Stimmen, Tönen, in all Ihren Farben, Höhen und Tiefen, in Ihre Wichtigkeit
getrieben bin ich in einem Sog aus Informationen, Gefühlen und Schlüssen

ist mein Appettit kaum zu Stillen, da Zwei aller Sinne mir fehlen, so sehr fehlt es
das weiche Süße einer Begegnung zu Riechen, die herbe Würze des Lernens Wahrzunehmen
zu Erkennen einen anderen Menschen, und Ihn dann zu Berühren, mit Ihm zu gehen

und wenn es nur eine Strecke ist, ein kleiner, noch nicht fester Pfad, den man beschreitet
den Kopf zu neigen und zu spüren, das dort mehr ist als Wahrnehmung, mehr als Erkenntnis
die Essenz des Fühlens stachelt meinen Hunger an, treibt den Appettit, der in mehr

als meinem Magen wütet, mehr als meinen Kopf verstauben lässt, mein Inneres trocknen lässt
ist es all dies, was mich treibt in das Meer der Menschlichkeit, in dem einstweilen
ich nicht Baden will, sondern mich umspülen lassen, nahezu ertrinken will

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s