Düsterwald

Ich sitze im Wald, umgeben von Bäumen und betrachte jeden einzeln
jede Rinde, in Ihren Rillen, ihren Rissen, Ihren Wunden
auf jeder kann ich die Geschichte, Lesen, ertasten, und wenn es nur Worte sind

Aber auf einem Baum kann ich die Rinde nicht deuten,
Hilflos saß ich davor, schwankend zwischen Sicherheit und Zweifeln,
wie diese Rinde, dieser Baum zu empfinden, zu fühlen, zu Lesen und zu Tasten ist
voller Faszination betrachtet, voller Hunger gespürt, in trügerischer Ruhe aufgenommen

Fühl ich mich vergiftet durch Ranken, der Weide Ausläufer, entrissen der Wurzeln
die selbst ich Schlug, nicht mehr in der Lage, den Baum zu spüren
Taum’le ich Blind durch den Wald, Kopflos vor Angst, den Baum nicht mehr zu finden

und die Angst zerfrisst mir die Brust, infiziert mir den Kopf immer wieder aufs Neue
mit Gedanken, die Verzweifelt nach einem Grund suchen, warum ich nicht einfach Verstehen kann,
Warum und Was Wieso vor sich geht, von Unsicherheit umklammert
stehe ich Zitternd doch vor diesem Baum

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