Gebunden

Man könnte es als Verlies verstehen,
in dem ich, an alte, schwere, rasselnde Ketten gebunden
mit den Handflächen und dem Rücken an der Wand mich nur winden kann

Vor meinen Augen blitzend nur Bilder, einzelne Töne, Gerüche
Gesprochene Satzfetzen, Emotionen, die gefühlt, Träume die, geträumt
Rauschen in meinem Kopf dann, um immer wieder sich bemerkbar zu machen

nicht in der Lage, zu Vergessen, all die kleinen Details, so Zusammenhanglos,
doch so Schwerwiegend, das Sie einst mein Leben zu verändern drohten
und doch nie eintraten, all die Dinge, die den Lauf des steten Flusses hätten ändern können

so Rasseln die Ketten, nicht jeden Tag, doch jederzeit, falls ich es will
und manchmal, auch wenn Sie es nicht sollen, als stechend Schmerz in der Brust
der Dumpf, leicht und Süß, sich den Weg nach oben in den Kopf bahnt

Und so, nur langsam verebbend der quälende Hunger, beruhigt sich
das Feuer, das so Schmerzend in mir Brennt, mich Leiden lässt wie waidwund,
abkühlend, sodass in der Lage wieder, Klar zu Blicken ich bin, auf das Biest, das gefangen

und bewahrt all diese kleinen, trügerisch fragwürdigen Schätze

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