Hunger

Ausgehungert ist das Biest, das Knurrend, bald Brüllend
in seinem Kerker sitzt und Wütet,
Sehnt sich nach Form, nach Stoff, nach Materie.

Ausgelöscht all das, was im Innern war,
hat die Zeit, langsam, nagend und unerbittlich,
ausgehöhlt die Höhlen, in denen einst so viele Bilder.

Streift das Tier in mir durch Wälder, die mir alle längst bekannt,
und sucht nach Ecken, Hügeln, Lichtungen die noch nicht gesehen,
Lechzend nach Emotionen, die so lang nicht mehr empfunden.

So wahrt die Zeit all das, was ängstigend, ruhend im Schoß
das kleine Kind, dass noch immer hofft auf das Licht der Sonne.

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