Tagtraumgespinst

Man sieht, wie durch ein Fernglas, einem Traum, Dinge aus der Entfernung.
Dinge, die so banal, so schlicht, doch eine eigene Schönheit besitzen.
Diese Schönheit, die so selten, aber doch so Schön strahlt, das man sie allzu selten bemerkt.

Und dann lehnt man zurück, betrachtet sich, und sieht: nichts.
Kein Gefühl, da unten, tief im Innern. Nur das reine, leicht verschmutzte Graue fest.
Feste feiern kann man nicht hier, nur versuchen, daran zu klammern, als ertränke man.

Und hinter all diesem Grau, all dieser Ablehnung, der ganzen Vorsicht, Umsicht?
Risse im feinen Granit, das sonst so undurchlässig, Sehnsucht sich kämpft.
Sucht zu Sehnen, malt die Leidenschaft in Bilder, die gesehen und doch vergessen wollen.

So tritt man in dem Grau, einem Sumpf gleich, und hofft, nicht zu ertrinken.
Auf keinen Fall zu Trinken, das Gift, das man selbst sich mischt, um nicht zu Neiden.
Zu Neiden all diese profanen Banalitäten, die man, im Kalten Sturm, so Schätzen lernt.

Und schätzen kann man vieles. Ein Lächeln, das ehrlich gemeint. Ein Blick, der erkennt.
Wenn das erkennen nur nicht immer so sehr mit Zweifel verbunden, an all den Möglichkeiten.
Zweifelhaft all das, was man zu fühlen imstande, was nicht eindeutig erklärt.

Und Erklärungen sucht doch letzten Endes alles.
„Weil ich will“, „Deswegen“, und „Darum“ sind die Säulen aller Tage.

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