Sonnenuntergang

Und mit der Sonne Untergang legt sich auch die Nacht auf mein Gemüt,
untergegangen all die Bilder, die einst so Schillernd und voller Hoffnung gemalt,
ertrunken im Pech des Lebens Schicksalsarme, verrissen von mir selbt und
den Händen all jener, die ich trügerisch dachte mich begleiteten.

So versink in Stille ich langsam, erstickend am Schweigen im Innern des Kokons,
den Düster ich mir wob, umfangen von den Gedanken, die ich fürchtete, Sie antrieb
als Sie schoß mir ins Knie, ohne Absicht, gewiss, aber mit Virtuosität ins Herz getroffen
all die Worte, die kaum gesprochen, gewispert nur, voll getränkt mit Schuld.

Schuld, die scheint wie Hohn mir gegenüber, strahlt in Blutend Rot in meiner Erinnerung,
ähnlich dem Denken, das alles sich gegen mich geschworen, und doch seh ich, bin allein
in all diesen Kammern, die einst ein Tempel, einst ein Atelier von Wortfeil Farben
und nun, langsam, fast mit Schmerz im Blicke, niedergelegt vor mir verstauben.

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