Innerlich

Innerlich verrottend, betracht ich mein Bild im Spiegel,
Tonlose Existenz, reines Dasein, als pure Entität in einer Masse von Entitäten

Verfügbar, wenn gebraucht, immer auf der Suche nach Füllung für die Leere,
die sich anfühlt wie purer Rauch, ohne Sauerstoff, in stickiger Luft ohne Kühle Frische
ist alles so Sinnlos, so erbärmlich Arm und Minderwertig.

Immer da, für jeden, ob gewollt oder nicht, aus purer Geduld,
dem trügerischen Gefühl des Gebrauchtwerdens wird die irrige Hoffnung, Nützlich zu sein

Vollgestopft mit Allzweifeln, Selbsthass und Verachtung allem gegenüber, was Spricht und Fühlt
weil alles so Selbstillusionistisch Friedlich und Friedfertig, und wenn nicht
dann wird Druck gemacht, Beleidigt, Gekratzt und Gestichelt

nur um sich selbst zu Bestätigen, in einer Welt, in der man Hervorragen muss, weil sonst
nichts einen Sinn macht, weil man Besser ist all das, was man verachtet

Aber was, wenn man alles verachtet? Was ist dann noch Gut, was Schlecht?
Alles verliert seine Bedeutung, wenn man es in diesem verrauchten Spiegel betrachtet, erstickend.

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