Lebens-Werte-Bedürfnisse

Das Leben an sich ist weder Fair noch Unfair. Jedenfalls denke ich das. Alles gleicht sich irgendwie aus.

Da hat jemand eine schöne Beziehung – aber wurde vielleicht als Kind missbraucht. Oder hatte vorher Scheiß-Partner.

Aber was, wenn der Partner, zuvor als Perfekt hingestellt, dann als ungeeignet abstempelt – sich doch entwickelt?
Wie Schön wäre es wohl, noch einmal sachlich zu solchen Momenten zurückgehen zu können.

Und dann zu sagen: „Siehst du mich? Hier bin ich. Und jetzt hätte alles geklappt. Jetzt wäre ich das gewesen, was ich mir gewünscht und was du verlangt hättest.“
Man arbeitet. Nicht nur an sich. Man entwickelt sich. Und doch läuft alles aus dem Ruder. Nichts kann man Planen oder Vorhersehen.
Man empfindet doch all zu viel. Da ist die Häme für die Entwicklung anderer, der Stumpfsinn für den eigenen Alltag, und die Rat- und Machtlosigkeit gegenüber den Dingen, die man zu ändern schlicht nicht in der Lage ist.

Aber was wäre ein Leben wenn man all diese Dinge im nachhinein sagen könnte? Würde es etwas an dem Umstand ändern, das man bereits dem Abfall zugeordnet wurde? Befriedigt das irgendeinen der Sinne für Rache oder das Bedürfnis, mehr Wert zu sein als das, was man grauen Gesichtern gibt und für zu viele andere zu sein scheint?

Letzten Endes ist doch das Leben das Ende in sich selbst. Nichts kann ganz so geschehen wie man es sich wünscht. Und wie man es sich wünscht, so braucht man es auch. Das schließt, dass das Leben nichts so geben kann, wie man es eigentlich wollte.
Wie also soll man ein Leben leben, das man als erfüllenswert betrachtet, läuft man doch jeder Zeit Gefahr, das es sich in seiner Neutralität wieder gegen sich selbst stellt?

Was macht die Werte eines solchen Lebens aus? Ehrlichkeit, Treue, Identifikation – sind das nicht alles nur Platzhalter um etwas zu füllen, das gar nicht gefüllt werden kann? Überall wird Loyalität gegenüber etwas erwartet – seien es die Personen, die Gefühle derselben oder der Klient für den man arbeitet – aber was kommt dabei raus? Es gibt soviele Ankläger wie Richter in dieser Welt – und der Kläger wird immer dann auftauchen, wenn man für das Prinzip einsteht.

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