Manchmal Fremd

Manchmal bin ich mir Fremd.
Manchmal ist mir alles Fremd. Wann ist man Fremd?

Wenn man sich in anderer Menschen Gedanken erlässt?
Man sich über fremder Menschen Einigkeit ergießt?

Manchmal bin ich mir Fremd, wenn ich Gedanken sehe, die nicht die meinen.
Wenn ich Worte, Geschehnisse, Erfahrungen halte, die nicht die meinen.

Manchmal ist mir alles Fremd. Dieser Leib, dieser Geist, diese Welt.
Alles so Kalt, Trüb, Grau und doch Locker, als würde nichts gehalten.

Wann ist man Fremd? Nur, wenn man eine Welt erkundet, die noch nicht gekannt?
Oder wenn man ist, sich selbst so Fremd, so Neu und Gefährlich?

So Alt die Zeit, in der alles Vertraut. Jeder Geruch, jede Faser von Wohlgefühl.
Doch nun, alle Bilder in fremden Farben, ungerichteten Zieles, alles doch nur Leer.

Wenn man Lebt, nur um des Lebens Willen, was entleert, das einst so erfüllt.
Wenn man füllt all die Gefäße, die da sind, nur damit etwas nicht ganz so Leer.

Manchmal ist alles Fremd, vom Geruch, den Farben, selbst dem Empfinden.
Die Erfahrungen, die einst gemacht, verstauben in der Kammer, die nicht mehr geöffnet.

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