Unbereitet

Still, sitz ich in der Kammer,
Ruhig, beinah Leer, von Gedanken nur gestreift,

bereit ich mich vor, auf den neuen Tag,
neu geborener Sonne, altbackener Gedanken,

Kinder, die ich betracht, Monster, die ich seh,
alltäglich mich begleitend, mit Vernunft und Ruhe nehmend,

bin ich nur noch, in Stücken verteilt, quer über die Welt,
ohne Willen oder Fähigkeit, mich zu finden,

wandre ich in Sphären einstweilender Gedanken,
unbereitet meines Nährbodens, all der Gedanken, die

so unbehelligt und unvorbereitet sich meiner ermächtigen,
als ob sie jeden Tag neu geboren, obschon so alt wie das Leben selbst.

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