Glaubensfrage

Vor dir liegt eine Landschaft. In deinem Kopf.

Dort ist alles karg, Dunkelbraun, fast wie verbrannt. Ausgelaugte Erde.
Die Bäume tragen keine Blätter, Blumen gibt es keine, Blüten schon lang nicht mehr.

An den Augen vorbei trägt der Herbstwind längst vergangene Gedanken und Bilder,
verloren hast du sie, irgendwann, in der Hast eines Lebens, das Lebenswert du dir gewünscht.

Doch nun gräbst du um. Alles zu unterst und zu oberst, wühlst herum im Sammelsurium
der Gedankenschätze und Prinzipien, Privilegien und Fakten.

Der Glaube, fragst du dich, ist Legitimiert? Macht ihn das auch existent?
In all dem Irren, dem wägen und wahnen, gibt es Glauben da noch?
Oder sind die Fakten das, was, wenn man darüber nachdenkt, einzig steuert und sprießt?

Steinblumen und Formationen, die dein Leben und deine Gefühle neu Mauern.
Mauern die die Zeit errichtet, abgeben, was einst war wichtig.

Aus Fakten, dem Sein und Wirken, wird gewoben das neue Gewand, das du trägst.
In Schwarz gehüllt deine Gefühle, in Sicherheit gewogen all das Fleisch, das du trägst.

Hat der Glaube, in all diesem Grau und Grau tatsächlich noch Bestand und Wert?
Gibt es das Gute, das erstrebenswerte, das füllende noch neben all diesem Kargland?

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