Menschenbaum

Komm mit mir, und sieh dir an,
den Menschenbaum.
All die Baummenschen; sieh genau hin!

An den Wurzeln, dort im irdnen Reich verwurzelt,
liegen all die Ängste, direkt neben dem Glück, in Eintracht.

Jede Faser dieses Stammes ist gemacht aus Gefühlen,
von anderen Menschen, von Erlebnissen, der Luft um ihn herum.

Sieh die Äste – all die Charakteristika, die ihn widerspiegeln,
dort zerkratzt von ein paar Käfern, dort wieder gepflegt von seinen Mitbewohnern.

Sieh die Blätter – jedes einzelne hat einen Kern. Diese Kerne, jeder einzelne eigener Art,
sind das, was ihn so ausmacht. Jedes Blatt gestaltet das Bild, das man aus der Ferne sieht.

Dort sind abgestorbene Kerne, da hinten sieht man sie geradezu leuchten, all diese
Verwicklungen von Gefühlen, Ausdrücken, Worten und Taten – so Groß und vielseitig.

So stehen wir in diesem Garten, diesem nebeligen Wald voller Bäume.

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