Schattenlieder

So steh ich in dunklem Abend
Von Rabensschwingen umschmiegt
Lass ich zu, das Eisklingenwinde
das Gesicht mir härten
von Verzweiflung süßen Küssen trösten
und finde den Winter wieder,
verschlossen in ängstlichem Herz

Zweifelnde Furcht zögert,
blickt grimmig mir entgegen,
wetzt stummer Mimik die Klauen,
drohend mich zu übermannen,
während Zeit mir schmerzlich
quetscht die Brust, erschwert das Atmen
So harr ich, Opfer meiner selbst,
der Sonne, die in Hoffnung noch aufgeht

Stumm bin ich,
Wortlos bleiben muss ich, während
Zeit lahm kriechend,
Schneckenschleim gleich
mir ins fürchtende Herz,
langsam, Giftgleich lähmend mein Denken das
Sucht, irrt, nach Gründen,
sehnt Erfahrung, die es nicht hat, und doch
find, sollt Stumm ich bleiben…

Drum kommt, ihr Fehler!
Verachtenswerte Menschlichkeit, hab den Mut
mir wahrhaft zu nehmen was so mächtig du mir drohst.
So lass ich die Verzweiflung ihre Spuren ziehen…

Zu spät, zu spät flüstert irr das Herz,
während Schmerz tröstend es umfängt, bittersüße Worte malend,
von Düsternis und Dunkelheit,
und alles krampft sich,
traurig hinnehmend das dumpfe Geleit…

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2 Antworten zu “Schattenlieder

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