Fremd

In fremden Kleidern steck‘ ich.
In einer Welt fremd, bin ich.

Fern meiner eig’nen Realität,
flüchte ich vor mir selbst,
in der Hoffnung, doch ich selbst zu bleiben,
den Kopf voll von Gedanken fremder Dinge,
die mir selbst so Fern.

Immer in der Hülle die für mich geschmiedet,
verzweifle ich in der Suche nach einem Hort,
einem Ort der für mich, einem Leben für mein Selbst,
einer Tätigkeit, die meinen Träumen gleicht, und
zerschellt das kleine Schiff, zerbrechlich, schwach
doch in jeder Sekunde an der Realität.

So fern meinem eig’en Körper, spür nun nicht einmal mehr,
andere Seelen, wandernd im Grau dieses Nebels,
fühl ich mich allein, obschon voll der Raum in Sprache und
Gefühlen die nur Randwertig aufgenommen, nicht gezehrt,
Verhungert das ich das sieht und fühlt, allein
verhungert in diesen Kammern meiner Seele.

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