Von Bedürfnissen in einer rauhen Welt

Es klopft.Sie öffnet einen Spalt breit die Tür, erkennt ihn, lächelt kurz und bedeutet ihm mit eineer Geste einzutreten.
Er folgt ihr, leicht zögernd, wie immer, sich im Zimmer umsehend, und legt ihr von hinten die Oberarme auf die Schultern und umarmt sie, die unterarme über ihrer Brust kreuzend.
Diese Geste kostet ihn Überwindung, doch beide bleiben für einen moment stehen und geniessen des anderen Nähe.
Sie löst sich von ihm und lehnt sich aufs Bett, ihn einladend sich zu ihr zu legen. Er tut es, schmiegt sich mit dem Kopf an ihre Schulter, «Wie war dein Tag?» fragt er leise.
Aufmerksam lauscht er ihren Erzählungen und den Mischtönen ihrer Stimme während sie von den Erlebnissen ihrer Zeit berichtet.
«Du siehst bedrückt aus, was ist los?», fragt sie, langsam mit der Linken durch seine Haare fahrend.
«Das ist es.Ich wünschte ich hätte – bekäme mehr von solchen…aus solchen Momenten. Geborgenheit, Zärtlichkeit, Leidenschaft, Schwäche. Aber es geht nicht. Einsam und doch nie Allein.In dieser Welt, die oft nicht unsere ist.
In der Nacht an die Schwarze Decke starrend, suchen wir die Wahrheit die unsere ist. Aber gibt es die Überhaupt?».
«Ach, die Welt ist Rauh. Jeder für sich und doch mit jedem andern. Blindheit kann ein Segen sein. Aber…ich habe gerade genug. Komm ein andermal wieder. Ich bin Müd‘.»

So trennen sich die beiden und er geht. Bald schon wieder Still und Leer.

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